Aktuelles

Mein Text zu den ausgestellten Bildern in den Kunst Etagen Pankow am 17. und 18. November 2018:

Die Begegnung hier im Haus mit der Vergangenheit, die leider immer noch Gegenwart ist, nutze ich zum Loslassen. D.h. nicht, dass ich aufhöre mich damit zu beschäftigen, will nur meine Emotionen nicht mehr angreifbar machen und sie als Geschichte spüren.

Für die Ausstellung suchte ich auch frühe Arbeiten von 1982/83, wo bereits mein Berufsverbot begonnen hatte, aus. Die Bilder malte ich zum Selbstverständnis, sozusagen als Malproben. Parallel zu diesen Bildern arbeitete ich weiter an meinem Konzept „Weiblich gegründete Bildende Kunst“. Die Bilder in den Treppenaufgängen sind Beispiele von 1994.

Die Bilder auf der Etage malte ich mit Latex auf Karton, teils mit Papiercollage. Vom Rumschleppen und Rumliegen sind sie stark beschädigt. Bin damit im Oderbruch 4x umgezogen und hatte sie 10 Jahre auf einer Tenne im Oderbruch gelagert. Dort nistete sich der Marder gerade im Bilderlager ein und an einigen Stellen ist noch sein Fraß zu sehen.

Es sind noch mehr Bilder aus dieser Zeit, aber diese hier malte ich speziell zum Thema Kunst und DDR-Leben mit Partei.

Ich verbrachte die Jahre bis zum 14. Lebensjahr zwischen den Deutschlands, mal hier und mal dort. Repressalien und Anfeindungen als Flüchtling gab es im Osten und Westen. Ab 1963 versuchte ich mir ein gutes Leben zu gestalten. Ich wollte zur Gemeinschaft gehören und meine Arbeit einbringen. Für meinen Bildausdruck suchte ich ein weibliches Bild, eine weibliche Mittelung, die aus sich heraus sozial ist. Dieser Grundsatz bestimmte mein Leben und mit dieser Haltung kam ich schnell an die Grenzen meiner Freiheit und damit auch an die Grenzen der anderen, die mich im Sinne der Ideologie ausgrenzten.

Von staatlichen Repressalien begleitet und bedroht, die z. B. auch eine Inhaftierung wegen Asozialität bedeuten konnte, versuchte ich vergeblich ein Berufserlaubnis als Künstlerin bekommen. (1982 erpresste mich die Staatssicherheit mit der Berufserlaubnis.)

Eine rechtliche Grundlage als Künstlerin zu leben und zu arbeiten hatte ich bis zum Ende der DDR nicht. Die Zersetzungsarbeit der Staatssicherheit wirkte bis 1990.

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 22. April 1989 las man im Text über die Galerie Eigen+Art in Leipzig, zu einem Foto: „Bestimmt vom ungebärden Neo- Expressionismus der „Jungen Wilden“ oder im Banne von Beuys- noch unbekannte Künstler der DDR präsentieren sich jenseits des staatlichen Ausstellungsbetriebs: Arbeiten von Monika Maria Nowak.“

Zusatz: Nach meinem Abendstudium 1975 in Dresden bildeten Werner Karsch, Rolf Lattner und ich eine Künstlergemeinschaft. Wir wollten unser „eigenes Ding“ machen mit dem Gedanken, Kunst muss frei und sozial eingebunden sein. So bewegten wir uns und lehnten eine Abhängigkeit vom Staat ab. Aus diesem Willen arbeiteten wir künstlerisch. (Katalog Kunstaktionen in der Dresdner Versöhnungskirche von 1979 bis 1988, Hrsg: Werner Karsch, Christoph Münchow, 2015. ISBN 978 3 95498 157 1)

Monika Maria Nowak

 PS: Die Tapetenwand ist eine Gestaltung des Künstlers Christian Badel KEP.

Ich lade ein und beteilige mich

1. Dezember, 15 Uhr Kunstauktion der GEDOK im  Foyer Rathaus Rangsdorf und an den Tagen

15-16. Dezember 14 Uhr, Kunstmarkt im GEDOK-Haus 15834 Rangsdorf, Seebadallee 45.


Meine Ausstellung zum artspring 2018 in Berlin Weissensee.

Einladung 

PRÄSENTATION HELFER-KRAFTBILDER zum artspring 26.5. bis 27.5. 2018. Gustav-Adolf-Str. 168

Am Sonntag, 27.5. 15 Uhr, Gespräch mit Anne Söller und Margitta Müller. Moderation Anne Boddeutsch. 

Anne Söller und Margitta Müller besitzen ein HELFER- KRAFTBILD und Anne Söller sagt heute, „seit 10 Jahren hängt dieses Kunstwerk nun in meinem Arbeitszimmer. Ich entwickelte sofort eine `Liebesbeziehung`zu ihm, die bis zum heutigen Tage anhält. Und immer wieder neu erfahre und genieße ich die stärkende, belebende, Kraft, die von ihm ausgeht.“  
Das Konzept von HELFER- KRAFTBILDER wird erstmals im Gespräch mit Anne Söller und Margitta Müller vorgestellt.

 

Meine Ausstellung 2017 während der offenen Ateliers in Pankow:

In dieser Ausstellung wird eine Teilarbeit eines Events- Rituals "Schafstall", 1987 im Oderbruch, in Dolgelin in der Landschaft gezeigt.                                                                                                                                         

Unten Fotos aus meiner Ausstellung in der Gustav- Adolf- Srasse 168 in Weissensee.

Zu Gast stellte ich Kunstwerke meiner Freunde, die mit zum Arbeitsumfeld 1975 in Dresden gehörten, aus.

Eisen-Holzobjekt Manfred Sährig, Porträt Werner Karsch, Landschaft Rolf Lattner.


 

                   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeiten von Monika Maria Nowak,

"Kunst verändert, Kunstaktionen in der Dresdner Versöhnungskirche",

Seiten 22, 23, 82 und 116/117,

Sandstein Verlag, https://verlag.sandstein.de/,

ISBN 978-3-95498-157-1

 

"Die Versöhnungskirche war zwischen 1979 und 1988 zu einem weit über die Kirchgemeindegrenzen hinausgehenden Mittelpunkt künstlerischer und politischer Öffentlichkeit geworden. Ausstellungen, Lesungen, Auktionen, literarische Vorträge und Seminare verknüpften caritative Hilfe und Gesellschaftskritik. Die Verbindung von Künstlern, politisch aktiven Bürgern und Kirchgemeinde wirkte sich auf das gesamte Land, bis nach Polen und Rumänien und schließlich auch auf die friedliche Revolution 1989 aus. Nun wird dieses Kapitel der Kunst- und Gesellschaftsgeschichte erstmals ausführlich im Zusammenhang dargestellt."

(Stefan Bahr, Dresden, Katalog "Kunst verändert, Kunstaktionen in der Dresdner Versöhnungskirche")


Angaben zur Autorin:

Begine Brita Lieb, geboren 1944 in Freiburg im Breisgau, lebt heute bei Fulda.

Sie kümmert sich um die Beginenforschung und das Beginenarchiv ung organisiet jährliche Beginenreisen dazu,  um das Wissen über die Beginen damals und heute weiter fließen zu lassen. Diese kleine Handreichung über "Die Beginen und die Werke der Barmherzigkeit" ist entstanden, weil in der hochkarätigen Ausstellung zu den Werken der Barmherzigkeit im Diözesan-Museum Paderborn 2015 die Beginen wieder übergangen, verschwiegen, übersehen wurden. parzellers BUCHVERLAG, ISBN 978-3-7900-0505-9

 

 



Ich lade ein in meine

Produzenten-Galerie MU

"Weiblich gegründete Bildende Kunst"

10409 Berlin-Prenzlauer Berg

Telefon 030/ 42 80 67 57

 

ICH VERKAUFE GRAFIK UND ANDERE ARBEITEN AUS DEM GESTALTUNGSSYSTEM

"WEIBLICH GEGRÜNDETE BILDENDE KUNST".

Bitte rufen Sie mich an oder senden Sie mir eine Mail.

Seit 2001 hatte ich in Berlin meine Produzenten-Galerie MU. Das war in Friedrichshain, Pankow und im Prenzlauer Berg.

Mit Ihrem Interesse an meiner künstlerischen Arbeit und deren Kauf unterstützen Sie mich.

 

 

Monika Maria Nowak

"Weiblich gegründete Bildende Kunst"

 www.galeriemu.de